Ein Lächeln der Wolfsfrau



Und wieder geht die Wolfsfrau
einen Schritt weiter auf ihrem Weg.

Wieder läßt sie einen Menschen los,
der ihr kostbar ist.
Mit einer leisen Träne und mit
wehmütigem Lächeln blickt sie ihm nach.

Er ist ein schöner, liebgewonnener Teil
ihrer Vergangenheit. Doch er ist nicht ihre Gegenwart.

Denn der Wolfsfrau genügt es nicht, zu dichten
und einen Mann in liebevolle Worte zu hüllen...

Sie muß mit Worten der Wertschätzung
der Achtung bedacht, berührt, gestreichelt werden,
um ihre Schönheit und ihre Schöpferkraft fließen zu lassen.

Es ist ihr nicht genug mit ihren Lippen zarte Spuren
auf eine schöne Männerbrust zu malen...

Sie muß berührt werden, liebkost werden,
in sanften, kraftvollen Händen schwimmen,
um ihr ganzes Feuer, ihre ganze Leidenschaft zu entfalten.

Ein Mann der stark genug ist, um sie zu halten.
Der verletzlich genug ist, um in ihren Armen zu weinen.

Irgendwann. Irgendwo. In diesem oder einem anderen Leben.

Die Wolfsfrau lächelt.
Denn sie weiß es.


© written by Mileah, der Wolfsfrau